Möglichkeiten die Lebenshaltungskosten bei Deiner Gründung gering zu halten

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist erheblich einfacher und risikoloser, wenn Du mit finanziellen Reserven startest, um die ersten Jahre zu überbrücken. Wie viel Geld Du in den “Gründerjahren” benötigt , hängt letztendlich natürlich von Deinen persönlichen Bedürfnissen ab. Als Faustregel gilt hier auf jeden Fall: Je geringer Deine Lebenshaltungskosten sind, desto besser !

So ist es für Dich im Vor­feld Dei­ner Grün­dung beson­ders wich­tig, die Berei­che zu ken­nen, in denen Du Dei­ne Lebens­hal­tungs­kos­ten redu­zie­ren bzw. mini­mie­ren kannst. Hier­zu nun ein paar Tipps:

1. Büro

In vie­len Fäl­len ist es nicht unbe­dingt not­wen­dig ein eige­nes Büro anzu­mie­ten, um in die Selbst­stän­dig­keit zu star­ten. Das Arbei­ten von Zuhau­se bie­tet Dir vie­ler­lei Kos­ten­er­spar­nis­se:

  • Du musst kei­ne Büro­mie­te bezah­len
  • Du hast kei­ner­lei Kos­ten für die Anfahrt ins Büro
  • Mit­tags kannst Du ganz bequem zu Hau­se etwas güns­ti­ges Kochen (dies ist meist gesün­der und natür­lich weit­haus güns­ti­ger)
  • Du kannst Du bereits bestehen­den Möbel und die tech­ni­sche Infra­struk­tur (wie z.B. den Inter­net­an­schluss, etc.)  nut­zen

Wenn Dir zu Hau­se die Decke auf den Kopf fällt, wäre es viel­leicht eine Idee, Dich bei soge­nann­ten Cowor­king-Spaces ein­zu­mie­ten.. Wenn Du nur für Kun­den­mee­tings ein eige­nes Büro benö­tigst, so könn­test Du Dir stun­den­wei­se auch Mee­tin­g­räu­me anmie­ten.

2. Wohnkosten

Durch den Umzug in eine klei­ne­re oder güns­ti­ge­re Woh­nung könn­test Du unter Umstän­den lang­fris­tig sehr viel Geld spa­ren, dies ist jedoch eine dras­ti­sche Metho­de, da ein Umzug meist mit hohen Kos­ten für Mak­ler­ge­büh­ren, den Umzug, usw. ver­bun­den ist. Hier­bei soll­test Du im Ein­zel­fall abschät­zen, ob die­ser Schritt für Dich lang­fris­tig wirk­lich Sinn macht.

Ganz schnell und ein­fach kannst Du teil­wei­se erheb­li­che Kos­ten­ein­spa­run­gen, durch den Wech­sel des Strom‑, Gas- und Inter­net­an­bie­ters bekom­men. Prü­fe dies doch ein­fach bei den bekann­ten Ver­gleichs­por­ta­len wir Check24 oder Veri­vox.

3. Bankgebühren

Geschäfts­kon­ten kön­nen Dich je nach Bank einen Hau­fen Geld kos­ten. Eine güns­ti­ge Alter­na­ti­ve sind Geschäfts­kon­ten von Direkt­ban­ken wie der Fidor-Bank, Pen­ta, N26 Busi­ness, Hol­vi Geschäfts­kon­to, Huf­sy oder Kon­tist.

4. Telefonkosten

Mobil­funk­ver­trä­ge mit sub­ven­tio­nier­ten Gerä­ten sind lang­fris­tig gese­hen oft nicht wirt­schaft­lich. Hier kannst Du Kos­ten spa­ren, indem Du in einen güns­ti­ge­ren Mobil­funk­ver­trag ohne Gerä­te wech­selst und Du Dir dann ein Smart­pho­ne, o.ä. mit einem aus­ge­zeich­ne­ten Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis online kaufst. Güns­ti­ge Mobil­funk­ta­ri­fe ohne Mobil­te­le­fon fin­dest Du u.a. bei Klar­mo­bil, Dril­lisch, Blau, etc.

5. Essen

Wenn Du von zu Hau­se aus arbei­test und Du dort zu Mit­tag etwas kochst, kannst Du in der Regel eine Men­ge Geld spa­ren. Mit einem Bud­get von 5,00 € pro Tag kommst Du in der Regel sehr gut aus.

6. Lesen

Wenn Du viel liest soll­test du Dir über­le­gen auf einen eRe­ader (wie z.B. Kind­le oder Toli­no, etc.) umzu­stei­gen. Bücher und Zeit­schrif­ten-Abos sind i.d.R. deut­lich güns­ti­ger, als wenn Du Dir jeden Mal ein Buch kaufst. So könn­test Du als Lese­rat­te eine Men­ge Geld spa­ren.

7. Lebensmittel

Mar­ken­pro­duk­te sind meist 20 — 30 % teu­rer als die Eigen­mar­ken der Super­markt­ket­ten (wie Ede­ka, REWE, etc.) und Dis­coun­tern (wie Aldi oder Lidl), bie­ten jedoch in den meis­ten Fäl­len die glei­che Qua­li­tät. Auf ein Jahr gese­hen, kannst Du somit leicht meh­re­re hun­dert Euro an Kos­ten spa­ren.

8. Buchhaltung

Wenn Du bereit bist, die die Buch­hal­tung selbst zu machen, so kannst Du hier als Selb­stän­di­ger / Grün­der auch Geld spa­ren. Hier soll­test du Dich über­le­gen, ob Du dafür bereit bist, den Zeit- und Ener­gie­auf­wand zu inves­tie­ren oder ob Du die Buch­hal­tung lie­ber an einen pro­fes­sio­nel­len exter­nen Buch­hal­ter gibst.

9. Geschäftsausstattung

Online­dru­cke­rei­en wie Fly­eralarm, OnlineDruck.biz oder die Dru­cke­rei sind für das Dru­cken von Fly­ern, Visi­ten­kar­ten, Brief­pa­pier & Co in der Regel weit­aus güns­ti­ger als regu­lä­re Dru­cke­rei­en.

10. Druckkosten

Orgi­nal Toner und Druck­pa­tro­nen kos­ten meist eine Men­ge Geld. Hohe Qua­li­tät und einen guten Preis bie­ten mitt­ler­wei­le auch vie­le Anbie­ter von kom­pa­ti­blen Druck­pa­tro­nen und Tonern. Der Nach­teil ist hier­bei aller­dings, dass durch den Ein­satz von kom­par­ti­blen Patro­nen oder Tonern, die Gerä­te­ga­ran­tie ver­fällt.

11. Aboverträge

Vie­le Abover­trä­ge kos­ten viel Geld, wenn Du die­se wenig nutzt. So soll­test Du in Dei­ner Selbst­stän­dig­keit immer prü­fen, ob es wirk­lich sinn­voll für Dich ist, das Abo zum Bei­spiel für das Fit­ness­stu­dio, oder für Zeit­schrif­ten, wei­ter lau­fen zu las­sen.